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Wie China sich langsam von COVID-19 erholt

Veröffentlicht von CODEMA, 7 April 2020

Mit dem Eintreffen des Frühjahrs kommt auch die Wirtschaft in China nach COVID-19 wieder in Gang. Infolge des Virus wurden sämtliche Lebensbereiche vor nie dagewesene Herausforderungen gestellt.

Während der zweimonatigen Stagnation haben viele Unternehmen der Branche und auch unser eigenes Business stark gelitten, doch die Kraft ist ungebrochen. Wir sind davon überzeugt, dass wir die schweren Zeiten durch gegenseitige Unterstützung, wo immer es geht, überwinden werden. Unsere Kollegen in der Niederlassung im chinesischen Beijing haben uns darüber informiert, wie der Alltag in China wieder in Gang kommt. Hoffentlich werden wir in Europa bald eine ähnliche Entwicklung erleben.

Schulen noch geschlossen – Fabriken wieder geöffnet

Die Schulen sind in China mittlerweile seit über zwei Monaten geschlossen. Die Kinder erhalten von ihren Lehrern täglich Videos mit Erklärungen und arbeiten dann an den wichtigsten Fächern. Voraussichtlich wird es nicht mehr lange dauern, bis die Schulen wieder öffnen. Die meisten Unternehmen haben die Arbeit wieder aufgenommen und auch die Fabriken laufen wieder. In den Büros tragen die Menschen weiterhin Schutzmasken und messen täglich ihre Temperatur. Damit nicht zu viele Menschen gleichzeitig anwesend sind, wird in Schichten gearbeitet.

Starker Rückgang bei der Nachfrage

Die Erzeuger haben ihre Arbeit nicht eingestellt. Die Nachfrage ist jedoch stark zurückgegangen. Die Situation der Gemüseerzeuger ist stabil und die Transporte erreichen allmählich wieder ein akzeptables Maß. Vor allem Erzeuger von Pflanzen und Blumen sehen sich – wie jetzt auch in den Niederlanden – mit einer erheblich geringeren Nachfrage konfrontiert.

Antwortstrategien chinesischer Erzeuger während der COVID-19-Pandemie

Seit dem Ausbruch der Pandemie ist Codema ständig in engem und intensivem Kontakt mit den chinesischen Kunden und befreundeten Unternehmen. Dabei erörtern wir die Auswirkungen der Pandemie auf die Unternehmen und ihre Antwortstrategien. Gesprochen haben wir mit der Lanzhou New Area Agricultural Investment Group, Yunnan Aibida Horticulture Technology Co., Ltd., Shanghai Hezhong Economic and Trade Development Co., Ltd., Xiamen Aiken Horticulture Co., Ltd., Kunming Hongzhihua Horticulture Co., Ltd. und der Yunnan Baixinxin Flowers Limited.

Eröffnung von Online-Kanälen

Die Lanzhou New District Agricultural Investment Group hat ihr Vorgehen während der Pandemie erläutert: „Am 3. Februar haben wir die Arbeit wieder aufgenommen. Sämtliche Mitarbeiter tragen Schutzmasken, wir desinfizieren täglich den Bürobereich und wir messen die Temperatur aller Besucher. Aufgrund der Veränderungen während der Pandemie haben wir Online-Verkaufskanäle eröffnet und verkaufen jetzt Blumen und Pflanzen über WeChat. B2B-Verkäufe und E-Commerce werden aktuell gleichzeitig online und offline erledigt.“

Online-Geschäfte werden zur Gewohnheit

Die Shanghai Hezhong Economic and Trade Development Co., Ltd. hat ebenfalls erläutert, wie sie während der Pandemie vorgegangen ist: „Wir haben Online- und Offline-Verkaufskanäle. Während der Pandemie sind viele Logistikmöglichkeiten weggefallen – nur noch Expresslieferungen waren möglich, fast alle Blumenmärkte waren geschlossen und die Offline-Verkäufe waren gleich 0. Auch online gab es fast keine Verkäufe, weil ohne Logistik keine Lieferungen erfolgen konnten. Alle sind zu Hause und kommunizieren über das Internet mit der Außenwelt. Online-Geschäfte werden nach und nach zur Gewohnheit. Wir haben daher beschlossen, unser B2B- und B2C-Online-Geschäft auszubauen. Dieses kann sowohl direkt als auch über andere Plattformen erfolgen. Im Hinblick auf künftige Epidemien versuchen wir, keine Angst zu haben und Pläne für die Zukunft zu schmieden.“

Effizientere Logistik

Xiamen Aiken Horticulture Co., Ltd. ist während der Pandemie wie folgt vorgegangen: „Die Pandemie hat Auswirkungen auf die Logistik und auch Expresslieferungen sind eingeschränkt. Projekte, die die Kunden geplant hatten, wurden verschoben oder sogar storniert, was zu Verlusten bei bereits erzeugten Pflanzen geführt hat. Unser Werk wurde geschlossen, Gruppenaktivitäten wurden abgesagt und die Nachfrage von Ferienunterkünften nach Blumen sank rapide. Die Verkäufe von Setzlingen wurden unterbrochen und alle Bestellungen, Transaktionen und Lieferungen waren betroffen. Die für April 2020 in Changdu (Sichhuan) geplante Ausstellung neuer Sorten wurde ebenfalls abgesagt. Letztendlich hat die Pandemie bei uns für mehr Professionalität, ein höheres Sicherheitsbewusstsein und eine effizientere Logistik gesorgt.“

Schnellerer Wandel bei Verkaufskanälen

Die Pandemie hat den Wandel der Verkaufskanäle bei den meisten Unternehmen beschleunigt: anstatt bisheriger Händlermodelle wird jetzt direkt an Blumenläden und Verbraucher verkauft und es wird über mehrere Kanäle zusammengearbeitet. Gleichzeitig werden die sozialen Plattformen dafür genutzt, die Sichtbarkeit des Unternehmens zu steigern und die Außenwirkung zu verbessern. Außerdem hat die Pandemie für mehr und flexiblere Verkaufskanäle, ein besseres Verständnis für die Verbrauchernachfrage und viele Erfahrungen im Hinblick auf zukünftige Veränderungen gesorgt.

Die Zukunft der Branche

Für die Zukunft ist zu erwarten, dass diejenigen Unternehmen, die die Situation überstehen, letztendlich ein stabiles Wachstum erleben werden. Ihre Markenkonzepte werden sich tiefer im Bewusstsein der Menschen verankern und die natürliche Selektion wird in allen Lebensbereichen Raum greifen. Der Blumenmarkt wird eine Regulierung erfahren; die Produktion und Erzeugung werden stärker standardisiert und die Verkaufs- und Vertriebskanäle vielfältiger.

Engere Beziehungen

Codema ist den Aufforderungen der chinesischen Regierung während der Pandemie aktiv gefolgt und hat gut mit den Behörden zusammengearbeitet. Die Kommunikation mit anderen Unternehmen der Branche hat gut funktioniert. Wir sind davon überzeugt, dass die Beziehungen zwischen den Unternehmen infolge dieser außerordentlichen Situation enger werden.

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